Die Verbrennung der Urfassung der Gralsbotschaft

>Im Lichte der Wahrheit< von Abd-ru-shin

 

In den Sechziger Jahren wurden die Besitzer der Urfassung der Gralsbotschaft, der Nachklänge zur Gralsbotschaft und anderer Schriften aus der Anfangszeit der Gralsbewegung von der Stiftung Gralsbotschaft aufgefordert, diese Bücher an die jeweiligen Landesleitungen der Gralsbewegung abzugeben. Anschließend wurde dieses Schriftgut im Heizungskeller der Gralsverwaltung auf dem Vomperberg verbrannt. 

 

In der Geschichte der Menschheit sind Bücherverbrennungen bekannt um demonstrativ unliebsames Gedankengut wegen moralischer, politischer oder religiöser Einwände symbolisch und tatsächlich zu beseitigen. Die Gründe blieben über Jahrhunderte die gleichen: Die Aussagen der Bücher seien politisch untragbar, falsch, gefährlich, verleumderisch, obszön oder verderblich.

 

Die Verbrennung der Gralsliteratur aus den Anfängen der Gralsbewegung erfolgte jedoch nicht aufgrund eines Gerichtsbeschlusses, nicht politisch motiviert wie die Bücherverbrennungen 1933 im nationalsozialistischen Deutschland und auch nicht durch kirchliche Instanzen wie in der Zeit der Inquisition, sondern veranlasst durch die für die Verbreitung der Gralsbotschaft zuständige >Stiftung Gralsbotschaft<!

 

Warum hat man sich in den Sechziger Jahren nicht damit begnügt, die Gralsliteratur aus den Anfängen der Gralsbewegung einzuziehen? Man hätte diese wertvollen Bücher erst einmal einlagern können bis zu einer späteren, reiflich überlegten Entscheidung! Aber warum hat man sie verbrannt? Wie kann man ernsthaft annehmen, dass es vom Licht aus gewollt ist, das >Heilige Wort< zu verbrennen? Man muss an dieser Tatsache, dass die Verbrennung von den höchsten Berufenen der Gralsbewegung veranlasst und gebilligt wurde, nüchtern erkennen, wer die >offizielle Gralsbewegung< damals schon beherrschte! Die Annahme, dass sich daran bis heute viel zum Positiven hin geändert hat, dürfte ein Trugschluss sein!

 

Wie eigenmächtig war und ist die Stiftung Gralsbotschaft mit ihrem Verlag in der Gralsbewegung, wenn der Vorstand der Stiftung Gralsbotschaft damals die Verbrennung der Gralsbotschaft in der Urfassung gegen den Willen von Herrn Alexander Bernhardt und Frau Irmingard Bernhardt durchsetzen konnte, kritisch fragende Kreuzträger aus der Gralsbewegung ausschließen kann und ein Verlagsmarketing betreibt, als hätte man die Gralsbotschaft nicht gelesen? 

 

Abd-ru-shin hat seine Gralsbotschaft zwar noch kurz vor seinem Tod vollständig überarbeitet und darin vieles gestrichen, aber er hat damit nur das getan, was Frau Elisabeth Gecks aussagte, Frau Irmingard Bernhardt und Frau Maria Bernhardt erklärten, und was Abd-ru-shin selbst an einen Jünger in der Schweiz schon vorher angekündigt hat, indem er schrieb:  

 

 „Ich bitte Sie noch um eins: Lassen Sie bei allen Büchern, gleichviel in welcher Sprache sie gedruckt sind, vor dem Absenden das eine Blatt herausschneiden, das vor dem Anhange ist und den Hinweis auf IMANUEL bringt!

 

Es ist dies sehr wichtig; denn dadurch wird die Botschaft leichter verbreitet werden, und muss sachlicher genommen werden. Sie wird dann auch für Feinde unantastbar bleiben. Bei diesem oder jenem Leser würde der direkte Hinweis unwillkürlich eine Opposition hervorrufen, weil die Art der Menschengeister so ist. Ist dieses Blatt nicht mehr darin, wird die Botschaft leichter aufgenommen. Aber nur bei denen, die jetzt verkauft werden, nicht bei dem ganzen Lager, weil es später wieder darin verbleiben kann.“

 

Es handelte sich um folgenden Text:

 

SCHLUSSWORT

 

Abdruschin hat seine Botschaft an die Menschheit nun vollendet.

In ihm erstand nach der Vollendung nun der gottgesandte Menschensohn

 

IMANUEL

 

der von dem Gottessohne Jesus selbst verheißen ward der Menschheit zum Gericht

und zur Erlösung, nachdem alte Propheten bereits auf ihn hingewiesen hatten.

 

Er trägt die Zeichen seiner hohen Sendung:

das lebende Kreuz der Wahrheit, strahlend aus ihm, und die göttliche Taube über sich,

wie sie der Gottessohn getragen hat.

 

Menschheit, erwache aus dem Schlafe Deines Geistes!

 

 

Diese zeitlich begrenzte Aussetzung der Veröffentlichung seines Bekenntnisses ist genausowenig wie die entsprechenden Streichungen in seiner Gralsbotschaft eine Rücknahme seiner Offenbarung! Mit der zeitlich begrenzten Verfügung, sein Bekenntnis aus den Exemplaren der Gralsbotschaft herauszuschneiden, hatte Abd-ru-shin schon das eingeleitet, was er in seiner letzten Erdenzeit mit der Neufassung seiner Gralsbotschaft dann vollzogen hat:

 

Als Abd-ru-shin vor seinem Weggang von dieser Erde erkannte, dass ein Aufbau eines Gottesreiches nach dem Gericht unter Seiner Leitung nicht mehr möglich sein wird, seine Mission also vorerst nicht zu Ende geführt werden kann, hat er das getan hat, was Frau Maria Bernhardt dem Jünger Brauning so erklärte:

 

„…alles, was sich direkt auf seine Mission in irdischer Hinsicht, sowie vieles bezüglich der unmittelbaren Auswirkungen des Gerichtes gestrichen und manches abgeändert.“

 

Abd-ru-shin hat damit nicht sein Bekenntnis als Menschensohn zurückgenommen und auch nicht die zahlreichen Hinweise im Zusammenhang damit; sondern diese Textpassagen lediglich von der Veröffentlichung zurückgezogen.  

 

Doch nur in der Urfassung der Gralsbotschaft und in den >Nachklängen< ist von der Mission Imanuels in irdischer Hinsicht zu lesen, von der Abd-ru-shin in seinem Vortrag >Allweisheit< in der Urfassung schreibt:

 

„Wie weit entfernt zeigt sich der Menschengeist vom Aufstiegswollen, wenn er denkt, dass es für ihn ganz gleich ist, von Imanuel zu wissen oder nicht, da ja von ihm bisher noch nie gesprochen wurde. Und einen anderen Grund haben sie nicht dafür, sich der Offenbarung von und über ihn zu der jetzigen Weltenwende mit üblichem Starrsinn zu verschließen, anstatt alles nur mit Freude und Dank aufzunehmen!  … /… Darum müsst Ihr nun wissen von Imanuel; denn diese Zeit ist für Euch da!"

 

Dazu muss die Gralsbotschaft neben der von Abd-ru-shin neu verfassten vollständigen >Gralsbotschaft; Ausgabe letzter Hand< auch in der Urfassung, also mit den Erläuterungen zu der Mission Imanuels verfügbar sein! Und das Lesen und Verbreiten der Urfassung der Gralsbotschaft darf nicht mit einem Verbot der Teilnahme an den Feiern und Andachten und dem Ausschluss aus der offiziellen Gralsbewegung bestraft werden!

 

Unglaublich ist es für viele Leser der Gralsbotschaft, jetzt zu erfahren, dass 22 Vorträge nicht wie von Abd-ru-shin im >Inhaltsverzeichnis zum Manuskript der Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit, Ausgabe letzter Hand< festgelegt wurde, an den Anfang der Gralsbotschaft gestellt, sondern aufgrund eigenmächtiger Überlegungen der dafür Verantwortlichen separat in dem Buch >Ermahnungen< veröffentlicht werden. Das Buch >Ermahnungen< ist jedoch nicht im Buchhandel erhältlich und wird auch nicht vom Verlag der Stiftung Gralsbotschaft angeboten; ist also für Suchende nicht erreichbar!

 

Die Entscheidung der Stiftung Gralsbotschaft, nach Abd-ru-shin´s Tod nur noch die Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< und diese ohne die Vorträge 1 - 22 herauszugeben, muss als ein verhängnisvoller Fehler erkannt werden. Dadurch ist die Stiftung Gralsbotschaft zum größten Hindernis für die Verbreitung des Wortes und des Wissens von der Mission Imanuels geworden!

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Warum haben die Vorträge in der Neufassung der Gralsbotschaft eine andere Reihenfolge als vorher?

 

Abd-ru-shin fühlte sich bei der Zusammenstellung seiner Vorträge weder bei der Ausgabe der Gralsbotschaft von 1926 an die vorherige Reihenfolge seiner Vorträge in den Gralsblättern noch bei den späteren Ausgaben gebunden, sondern er bediente sich als Verfasser der Möglichkeit, seine Vorträge jeweils so zusammenzustellen, wie er es zu diesem Zeitpunkt für notwendig und richtig erachtete.

 

Von Beginn an war also die geistige, innere Beschaffenheit der Menschen der Schlüssel für die Form der zu vermittelnden Botschaft. Dieser Vorgang setzte sich bis zur Neuordnung der Vorträge in der Zeit des Aufenthaltes in Kipsdorf zur „Ausgabe letzter Hand“ fort.

 

Das Verstehen und Umsetzen der Botschaft aus dem Gral wurde im Laufe der folgenden Jahre für die Menschen immer schwieriger. Die Geschichte zeigte, daß die überwiegende Mehrheit der Menschen andere als die in der Gralsbotschaft gezeigten Wege einschlug. Aber nicht nur die Mehrheit der Menschen im allgemeinen, sondern auch manche Bekenner der Gralsbotschaft, die diese bereits als Lebenshilfe erkannt hatten.

 

Schon im Jahre 1937 erwähnte Abd-ru-shin einigen vertrauten Persönlichkeiten gegenüber, daß die Entwicklung eine Überarbeitung seiner Vorträge nötig mache; wie es aus Briefen und Erklärungen dieser Personen hervorgeht.

 

Diese Überarbeitung nahm Abd-ru-shin während seines Zwangsaufenthaltes in Kipsdorf vor. In dieser Zeit war es trotz großer Schwierigkeiten einigen wenigen Bekennern der Gralsbotschaft möglich, ihn und seine Familie dort zu besuchen. Diesen Personen gegenüber hatte er von der Überarbeitung seiner Vorträge gesprochen und erklärt, daß er die Botschaft in drei Teile zusammengestellt habe. Einige dieser Personen haben die Erinnerungen an die Besuche später in Erklärungen oder Briefen dokumentiert.

 

Eine Abd-ru-shin nahe stehende Leserin seiner Werke schreibt hierzu in ihren Erinnerungen: >Aus dem Leben Abd-ru-shin´s und die Geschichte des Berges<  im Teil 1, Seite 8 und 9:

 

“Deshalb hat der HERR in Seiner letzten Erdenzeit, als Er die Botschaft in dem Gedanken, daß sie ja jetzt durch die ganze Welt gehen müsse und auch in die Buchhandlungen kommen würde, diese Stellen herausgelassen, die nur für das Verständnis jener sind, die die Botschaft bereits erfaßt haben. Das betrifft auch die Kündung von Imanuel, dem Menschensohn, damit nicht Menschen das Buch aufschlagen, das zuerst lesen und nichts damit anfangen können.“

 

Entgegen der von Abd-ru-shin im Inhaltsverzeichnis zum Manuskript der Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< festgelegten Reihenfolge der Vorträge beginnt die Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< jedoch nicht mit den Vorträgen 1 - 22, sondern mit dem Vortrag 23: >Was sucht Ihr?<.

 

Die ersten 22 Vorträge wurden aufgrund eigenmächtiger Überlegungen der dafür Verantwortlichen separat in den >Ermahnungen< veröffentlicht, die jedoch weder im Buchhandel noch beim Verlag der Stiftung Gralsbotschaft erhältlich sind.

 

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Hat Abd-ru-shin selbst die umfangreichen Änderungen der Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< veranlasst?

 

Bis heute gibt es Zweifel daran, dass Abd-ru-shin selbst eine Neufassung seines Werkes vorgenommen hat. In einer Mitteilung auf der Internetseite der Stiftung Gralsbotschaft www.gral.de vom November 2012 heißt es dazu:

 

„So wurde und wird Maria Bernhardt, der Witwe Abd-ru-shins, und auch Tochter Irmingard Bernhardt unterstellt, die Gralsbotschaft inhaltlich verfälscht zu haben. Es kursieren sogar Auflistungen aller im Vergleich zur Ausgabe von 1931 geänderten Worte und Satzzeichen, die diesen Vorwurf belegen sollen, und immer wieder fanden sich in den vergangenen Jahrzehnten Personengruppen, die nur die „alte Botschaft“ anerkennen wollen.

 

Die Tatsache, daß Irmingard Bernhardt schon 1956 vor dem Bezirksgericht Schwaz (Tirol) erklärt hatte, daß alle Änderungen „genau nach den Anweisungen des Verfassers“ durchgeführt worden waren und daß sie 1985 die genauen Umstände der Überarbeitung in einer weiteren Erklärung beschrieb, blieben ohne nachhaltigen Erfolg. Die Meinung, es würde durch die „Ausgabe letzter Hand“ etwas verfälscht oder verheimlicht, tauchte aus dem „Untergrund“ immer wieder auf, und sie verfügt seit Ende 2011 mit dem Ablauf der Urheberrechte (70 Jahre nach dem Tod des Autors) und den Verbreitungsmöglichkeiten im Internet über günstige irdisch-rechtliche Rahmen-bedingungen.“

 

Die Erklärung, die Frau Irmingard Bernhardt schon 1956 vor dem Bezirksgericht Schwaz (Tirol) abgegeben hatte, dass "alle Änderungen genau nach den Anweisungen des Verfassers“ durchgeführt wurden, sowie ihre weitere Erklärung hierzu vom 1. Dezember 1985 wurden und werden also trotz der Wiederholungen seitens der Stiftung Gralsbotschaft und der Gralsverwaltung Vomperberg immer noch in Zweifel gezogen.

Frau Irmingard Bernhardt hatte nach den Anweisungen Abd-ru-shins noch zu seinen Lebzeiten 37 Vorträge auf Grund umfangreicher Änderungen neu geschrieben. Die Durchschläge dieser mit einer Schreibmaschine geschriebenen Vortragsmanuskripte befinden sich auf Veranlassung von Frau Irmingard Bernhardt im Besitz ihrer Adoptivtochter Frau Marga Gorski.

 

Diese zum Teil handschriftlich korrigierten Durchschläge der 37 Vortragsmanuskripte befanden sich nach dem Ableben Abd-ru-shin´s nie im Besitz der Gralsbewegung, der Stiftung Gralsbotschaft und auch nicht im Besitz von Frau Irmingard Bernhardt bzw. von Frau Maria Bernhardt.

 

Frau Marga Gorski hat der Redaktion die hier veröffentlichten Vortragsmanuskripte und das Inhaltsverzeichnis mit der Reihenfolge der Vorträge für die Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.

 

Sie werden hier veröffentlicht, um jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich selbst duch einen Vergleich davon zu überzeugen, dass diese zu Lebzeiten Abd-ru-shin´s entstandenen Vortragsmanuskripte für den Druck der ersten Ausgabe der >Gralsbotschaft Ausgabe letzter Hand< 1949 verwendet wurden.

Hiermit sollte ausreichend bewiesen sein, dass Abd-ru-shin noch selbst seine Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit< in den letzten beiden Jahren vor seinem Erdentod umfangreich überarbeitet hat. Kritik ist jedoch in zweierlei Hinsicht erforderlich:

 

1. Entgegen der von Abd-ru-shin im Inhaltsverzeichnis zum Manuskript der Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< festgelegten Reihenfolge der Vorträge beginnt die Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< nicht mit den Vorträgen 1 - 22, sondern mit dem Vortrag 23: >Was sucht Ihr?<. Die ersten 22 Vorträge wurden aufgrund eigenmächtiger Überlegungen der dafür Verantwortlichen separat in den >Ermahnungen< veröffentlicht.

 

2. Noch lange nach dem Tod Abd-ru-shin´s wurden an seiner Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< Korrekturen vorgenommen, ohne diese Änderungen in Fußnoten zu kennzeichnen und zu begründen.

 

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Dennoch wird behauptet, dass diese Manuskripte für die Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< erst nach Abd-ru-shin´s Tod entstanden sind.

Verfasser: Wulf-Dietrich Rose


Wie haltbar ist die Behauptung, dass die Änderungen an der Urfassung der Gralsbotschaft einschließlich der Vorträge in den Nachklängen sowie die Streichungen aller Textstellen, die sich lt. Frau Marias Aussage direkt auf Abd-ru-shin´s Mission in irdischer Hinsicht sowie vieles bezüglich der unmittelbaren Auswirkungen des Gerichtes beziehen, erst mehrere Jahre nach Abd-ru-shin´s Tod erfolgten?

 

Derartige Vermutungen werden durch den nachvollziehbaren Weg der Durchschläge der

37 Vortragsmanuskripte eindeutig widerlegt:

Im Frühjahr 1998 wurde der Verfasser dieser Zeilen von der Adoptivtochter von Frau Irmingard Bernhardt, Frau Marga Gorski darüber informiert, dass ihre leibliche Mutter im Besitz einer Holzkiste ist, in der sich Dokumente befinden, die Abd-ru-shin in Kipsdorf einem weiblichen Jünger mit Wohnsitz in Ostberlin zur sicheren Aufbewahrung übergeben hatte.

 

Diese Dame verwahrte diese Holzkiste bis kurz vor ihrem Tod in Ostberlin. Als sie Frau Irmingard Bernhardt in den Achtziger Jahren mitteilte, dass sie wohl nicht mehr lange leben werde und dann nicht mehr auf diese Dokumente achten könne, wurde diese Kiste auf Anweisung von Frau Irmingard Bernhardt zu der in der DDR wohnenden leiblichen Mutter von Frau Marga Gorski geschickt. Ein Transport dieser Dokumente aus Ostberlin zum Vomperberg nach Österreich wurde zu der damaligen Zeit, lange vor der deutschen Wiedervereinigung, nicht riskiert.

 

Diese verschlossene Holzkiste gelangte im Herbst 1998 nach der Wiedervereinigung auf direktem Weg aus der ehemaligen DDR in die Wohnung von Frau Marga Gorski, die zu der Zeit nicht mehr in der Gralssiedlung Vomperberg lebte. Zur Öffnung der Kiste und Durchsicht des Inhaltes hatte mich Frau Marga Gorski eingeladen. Wir fanden zusammen mit anderen Dokumenten aus dem Besitz von Abd-ru-shin und Vortragsmanuskripten für die Urfassung der Gralsbotschaft und den Nachklängen auch die Durchschläge von Vortragsmanuskripten für die 1940/1941 von Abd-ru-shin geänderte Gralsbotschaft, die mit einer Schreibmaschine geschrieben waren und original handschriftlich korrigiert waren.

 

Vergleiche zwischen diesen Manuskriptseiten und der ersten nach dem Krieg herausgegebenen Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< zeigen, dass diese Vortragsmanuskripte einschließlich der handschriftlichen Korrekturen zum Druck der ersten nach Abd-ru-shins Tod herausgegebenen Gralsbotschaft >Ausgabe letzter Hand< verwendet worden sind. Auch die Reihenfolge und Auswahl der Vorträge wurde entsprechend des Inhaltsverzeichnisses dieses Manuskripts übernommen. Jedenfalls bis auf den Block derjenigen Vorträge, die separat in die >Ermahnungen< übernommen wurden.

 

Aus dieser Übereinstimmung ist zu schliessen, dass es sich bei den in der erwähnten Holzkiste gefundenen Vortragsmanuskripten um die mittels Kohlepapier erstellten Durchschläge des >Manuskripts letzter Hand< handelt. 

 

Angenommen, man würde Frau Irmingard Bernhardt oder sonst jemandem unterstellen, diese 37 Vortragsmanuskripte nach dem Tod Abd-ru-shin´s geschrieben zu haben, dann wären diese Durchschläge der Manuskriptseiten nie in der Kiste mit anderen Dokumenten und Vortragsmanuskripten in Ostberlin gelandet und erst über 50 Jahre später aus der ehemaligen DDR nach Österreich gelangt.

 

Denn bereits fünf Monate nach dem Ableben Abd-ru-shin´s ist Frau Irmingard Bernhardt mit Frau Maria Bernhardt und Frau Vollmann im Mai 1942 von Kipsdorf nach Bayern umgezogen. Wären diese Vortragsmanuskripte erst nach Abd-ru-shin´s Tod in Bayern geschrieben worden, dann wären diese Durchschläge des >Manuskripts letzter Hand< wohl kaum von Bayern nach Ostberlin geschickt worden und von dort zu Frau Frau Marga Gorski gelangt, sondern im Besitz von Fräulein Irmingard oder der Stiftung Gralsbotschaft.

 

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Die Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit<; Ausgabe letzter Hand (ohne die 22 einführenden Vorträge)

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In dieser Ausgabe der Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit< von Abd-ru-shin (Oskar-Ernst Bernhardt, 1875-1941) werden in insgesamt 168 Vorträgen weltanschauliche Fragen schlüssig beantwortet und der Aufbau der Schöpfung in klarer, verständlicher Form vermittelt. Unabhängig von Glauben und Konfession richtet sich die Gralsbotschaft direkt an den Einzelnen und bietet ihm Wege zur Gott-, Welt- und Selbsterkenntnis.

 

Abd-ru-shin schreibt einleitend in seinem Geleitwort zur Gralsbotschaft:

 

„Die Binde fällt, und Glaube wird zur Überzeugung. Nur in der Überzeugung liegt Befreiung und Erlösung!

 

Ich spreche nur zu denen, welche ernsthaft suchen. Sie müssen fähig und gewillt sein, sachlich dieses Sachliche zu prüfen! Religiöse Fanatiker und haltlose Schwärmer mögen ferne davon bleiben; denn sie sind der Wahrheit schädlich. Böswillige aber und die Unsachlichen sollen in den Worten selbst ihr Urteil finden.

 

Die Botschaft wird nur solche treffen, die noch einen Funken Wahrheit in sich tragen und die Sehnsucht, wirklich Mensch zu sein. Allen denen wird sie auch zur Leuchte und zum Stab. Ohne Umwege führt sie heraus aus allem Chaos jetziger Verwirrung.

 

Das nachstehende Wort bringt nicht eine neue Religion, sondern es soll die Fackel sein für alle ernsten Hörer oder Leser, um damit den rechten Weg zu finden, der sie zur ersehnten Höhe führt.

 

Nur wer sich selbst bewegt, kann geistig vorwärts kommen. Der Tor, der sich dazu in Form fertiger Anschauungen fremder Hilfsmittel bedient, geht seinen Pfad nur wie auf Krücken, während die gesunden eignen Glieder dafür ausgeschaltet sind.

 

Sobald er aber alle Fähigkeiten, welche in ihm seines Rufes harrend schlummern, kühn als Rüstzeug zu dem Aufstiege verwendet, nützt er das ihm anvertraute Pfund nach seines Schöpfers Willen und wird alle Hindernisse spielend überwinden, die ablenkend seinen Weg durchkreuzen wollen.

 

Deshalb erwacht! Nur in der Überzeugung ruht der rechte Glaube, und Überzeugung kommt allein durch rücksichtsloses Abwägen und Prüfen! Steht als Lebendige in Eures Gottes wundervoller Schöpfung!“

 

Die Vorträge der Gralsbotschaft bieten eine umfassende Welterklärung auf der Grundlage von Naturgesetzen, die den Leser die verborgenen Zusammenhänge im Leben erkennen läßt und dadurch wertvolle Lebenshilfen bietet.

 

Das Werk »Im Lichte der Wahrheit« wurde weltweit vor allem deshalb bekannt, weil es schlüssige Antworten auf die großen Menschheitsfragen bietet, etwa nach dem Sinn des Lebens, der Gerechtigkeit im Schicksal oder im Hinblick auf das Weiterleben nach dem Tod. 

 

Ein Ziel des Autors war es, den Leser dem wahren Leben näher zu bringen, ihm wertvolle Impulse für die Entwicklung seiner Persönlichkeit zu bieten und ihn auf einen Erkenntnisweg zu führen, der auch die Gotterkenntnis mit einschließt. Die im Werk »Im Lichte der Wahrheit« gesammelten Vorträge sollen dabei als »Leuchte und Stab« dienen, unabhängig von der religiösen Gesinnung oder der konfessionellen Zugehörigkeit eines Menschen. Abd-ru-shin wollte weder eine neue Religion noch eine Sekte oder Glaubensgemeinschaft gründen.

 

Die Erklärungen des Werkes »Im Lichte der Wahrheit« bauen auf der Grundlage einfacher, verständlicher Naturgesetze auf, die in der Außenwelt ebenso wirksam sind wie im seelischen Innenleben. Der Leser hat damit die Möglichkeit, den Inhalt der Vorträge im eigenen Leben wiederzuentdecken und als wahr zu erkennen.

 

So können sich geistige, emfpindungsgetragene Erlebnisse mit sachlich-logischen Schlußfolgerungen zu einem umfassenden, ganzheitlichen Weltbild verbinden, in dem es keine Trennung zwischen naturwissenschaftlicher und religiöser Wahrheitssuche gibt.

Die drei Bände des Werkes »Im Lichte der Wahrheit« umfassen insgesamt 168 Vorträge, die inhaltlich aufeinander aufbauend, ein vollständiges Bild vom Schöpfungsganzen geben.

Hier finden Sie die Inhaltsübersicht in der Reihenfolge der Vorträge:

Inhaltsverzeichnis der Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit<; Ausgabe letzter Hand

 

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